Neuigkeiten zum 3.Teil der Teufels-Trilogie – Stand April 2018

Gepostet am 19. April 2017 | 2 Kommentare

Der 3.Teil der Teufels-Trilogie

ist das Manuskript, an dem ich aktuell arbeite!

Im letzten Teil der Trilogie wird Sophia das geheimnissvolle Buch endgültig enträtseln. Aber wird dieses Wissen sie am Ende glücklich machen? Denn selbstverständlich lässt Wolf Schumann nichts unversucht, ihre Übersetzung in seine schmutzigen Finger zu bekommen. Dazu setzt er Sophia mit allen Mitteln, die er finden kann, unter Druck. Sogar den Krieg, den der Schmalkaldische Bund seit einiger Zeit mit dem Kaiser führt – und der inzwischen auf sächsischem Boden ausgefochten wird – macht er sich schamlos zunutze.

Für meine Recherchen war ich unter anderem in Niederösterreich und Südmähren, einer Region, in der sich ein Teil der Handlung abspielen wird.

Auf meine drängende Frage, inwiefern Pirna betroffen war, als König Ferdinand 1547 während des Schmalkaldischen Krieges seine Truppen nach Dresden verlegte, habe ich inzwischen dank Prof. Schirmer aus Jena und v.a. seines Kollegen Thomas Wittig ein paar wichtige Antworten erhalten. Es hat sich wieder mal gezeigt, dass es immer gut ist, Experten zu fragen, wenn man selbst nicht weiter kommt!

Bernardo Belotto, genannt Canaletto: Pirna vom rechten Elbufer mit der Straße bei Posta
Staatliche Kunstsammlungen Dresden ( Foto: Estel, Kluth)

Dank der Hinweise, die mir Hr. Wittig gab, konnte ich den Kämmereirechnungen im Pirnaer Stadtarchiv inzwischen auch weitere Details dazu entlocken. Mein Problem dabei ist, dass ich immer sehr lange brauche, um mich einzulesen. Schon die Entzifferung der Schrift ist  sehr schwierig, wenn man sowas nicht häufig liest. Hinzu kommt noch, dass sich das Kanzleideutsch des 16.Jahrhunderts deutlich von unserm heutigen Sprachgebrauch unterscheidet. Auch da ist es für jemanden, der auf diesem Gebiet kein Spezialist ist, nicht gerade einfach herauszukriegen wie ein Wort oder eine Formulierung gemeint ist. Alles in allem ist das eine anstrengende Angelegenheit, bei der ich in der Regel nach 2 – 3 Stunden abbrechen muss, weil ich mich nicht mehr konzentrieren kann.

Dann frage ich mich oft, ob der ganze Aufwand lohnt und wieviele Autoren historischer Romane bei ihren Recherchen sowas überhaupt tun. Manchmal wünsche ich mir sogar, ich könnte es mir wie Ken Folett leisten, jemanden für die Recherchen zu bezahlen. Andererseits macht es mir aber auch Spaß, diese fast 500 Jahre alten Folianten in den Fingern zu haben. Und wenn ich dann tatsächlich etwas finde, was ich für meine Geschichte verwerten kann, ist das ein Gefühl, das dem eines Goldwäschers ähneln muss, der endlich mal ein kleines Goldklümpchen in seiner Schüssel entdeckt.

Na, mal sehen, welchen Einfluss das alles am Ende auf Sophias Geschichte haben wird…

 

2 Kommentare

  1. Sehr geehrte Frau Stöhr,

    als Pirnaerin kann ich Ihnen nur gratulieren zu Ihrem Engagement in Sachen Stadthistorie und Ihrem Trilogie-Projekt.

    Hinsichtlich Ihres Problems mit dem Kanzleideutsch hätte ich eine Idee: Ein Stammgast im Pirnaer Stadtarchiv und seit Jahren schon mit Leib und Seele Heimatforscher, ist Herr Rainer Rippich, der in der Pirnaer Altstadt wohnt. Er hat schon mehrere Kalender zu ausgewählten historischen Themen der Pirnaer Stadtgeschichte herausgebracht, die auch dem Stadtarchiv Pirna vorliegen. Herr Rippich steht im Telefonbuch: (03501) 78 33 10. Nehmen Sie doch einfach mal Kontakt mit ihm auf. Er ist ein umgänglicher Mensch und hilft sicher gern weiter.

    Wenn es Sie interessiert, er hat vor ein paar Jahren dem Pirnaer Lokalfernsehen im Rahmen einer Porträtreihe mal Rede und Antwort gestanden:

    https://www.pirna-tv.de/2012/09/28/gesichter-pirnas-rainer-rippich-ein-historiker-braucht-neugier-und-stehvermogen/

    Im Übrigen wäre es nicht nur mir, als regelmäßiger Nutzerin der Pirnaer Stadtbibliothek, eine Ehre, wenn Sie zu gegebener Zeit eine Lesung an diesem wunderschönen Ort halten könnten:

    https://www.pirna.de/Stadtbibliothek.483/

    Beste Grüße aus Pirna sendet Ihnen Karin Schmidt

    • Liebe Fr. Schmidt,
      ich freue mich sehr, dass mein Buch bei Ihnen solchen Anklang fand! Außerdem bedanke mich herzlich für Ihren Hinweis auf Herrn Rippich, mit dem ich in nächster Zeit gewiss Kontakt aufnehmen werde.
      Eine Lesung in den wunderschönen Räumen der Pirnaer Stadtbiliothek könnte ich mir gut vorstellen, und ich denke, dass es dazu bestimmt noch kommen wird.
      Herzliche Grüße nach Pirna
      Heike Stöhr

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